
Boot von der Interessengemeinschaft/ kleiner Kutter
Interessengemeinschaft Bootsangeln/Ostsee/Schlei
Mitglied werden in der Interessengemeinschaft (IG)
Bootsangeln Ostsee/Schlei/Eider
Was ist die Interessengemeinschaft Bootsangeln Ostsee/Schlei?
Die IG stellt für alle Mitglieder ein Boot (Marina) für das Angeln in Ostsee, Schlei und Eider zur Verfügung. Es werden von April bis Ende Oktober ca. 3 x in der Woche geführte Angeltouren für Mitglieder auf Ostsee, Schlei und ab 2027 in der Eider angeboten. Ziel ist es, jedem Mitglied das Angeln vom Boot aus zu ermöglichen, ihm jede Hilfestellung zu geben sowie Tricks und Techniken des Bootsangelns zu erklären. Wir möchten eine schöne Zeit auf dem Wasser verbringen und ohne Stress unserm Hobby nachgehen.
Warum die Interessengemeinschaft?
Seit 2026 gibt es neue Auflagen für gewerbliche Boote. Diese können aktuell nicht wirtschaftlich auf der Marina umgesetzt werden. Die Marina darf nur noch privat auf Ostsee, Schlei und Eider zum Angeln fahren. Da wir unser Hobby weiterhin ausüben möchten, fährt die Marina ab sofort nur noch als Privatboot. Die Marina erfüllt weiterhin alle gesetzlichen Sicherheitsauflagen, die für private Angelboote empfohlen werden oder verpflichtend sind. Der Mitgliedsbeitrag wird ausschließlich für Unterhalt und Instandsetzung des Bootes verwendet. Das Boot fährt nicht gewerblich oder gewinnorientiert. Das Boot ist 2010 von einer Werft (Venatus) eigens für die Ostsee gebaut worden und fuhr gewerblich 10 Jahre unfallfrei in dem Seegebiet. Bootsführer sind erfahrene Mitglieder, die auf der Ostsee in diesem Seegebiet zum Teil gewerblich unterwegs waren oder noch sind. Die Bootsführer sind aktive Mitglieder und fahren unentgeltlich. Wir möchten jedem Angler, der Lust auf Meeresangeln hat, kein eigenes Boot besitzt oder selbst keine Erfahrung auf dem Meer hat, eine Mitgliedschaft ermöglichen. Für unsere älteren Angelkollegen, die nicht mehr auf den kleinen Leihbooten fahren können, ist die Mitgliedschaft eine gute Alternative. Allen Mitgliedern möchten wir es ermöglichen, zu einem erschwinglichen Beitrag ihrem Hobby weiterhin nachzugehen. Das Boot verfügt über eine Vollkasko- und Insassenhaftpflichtversicherung.
Welche Preise gelten für Mitglieder und was bekomme ich für meine Mitgliedschaft?
Mitgliedschaft und Beitrag werden in 3 verschiedene Kategorien unterteilt:
Einfache Mitglieder 150 €
Aktive Mitglieder 75 €
Fördernde Mitglieder 20 €/45 €/60 €
- Einfache Mitglieder entrichten einen Mitgliedsbeitrag von 150 €. Hierfür bekommen sie bis zu 3 Ausfahrten (Dauer 4-6 Std.). Weitere Ausfahrten können nach Absprache ermöglicht werden.
- Aktive Mitglieder haben alle Bootsführerscheine, Funkzeugnisse, Erfahrung in dem Seegebiet, sie kennen und fahren das Boot. Sie sind für Reparatur- und Wartungsarbeiten zuständig. Nur diese Mitglieder dürfen auf Grund ihrer Erfahrung das Boot fahren.
- Fördernde Mitglieder fahren einmalig mit. Hierfür wird eine Kostenumlage von 45 € für die Schlei und 60 € für das Meer verlangt. Mitfahrer, die nicht angeln, bezahlen einen Tankzuschuss von 20 €.
Der Betrag für die Mitgliedschaft ist für 1 Jahr. Die Mitgliedschaft endet automatisch immer am Jahresende und muss dann wieder aktiv von dem Mitglied verlängert werden (keine Abo-Mitgliedschaft).
Jedes Mitglied, das an Bord angelt, muss im Besitz der hierfür benötigten Angelerlaubnis sein. Jedes Mitglied ist selbst für die Einhaltung der aktuellen Fangvorschriften verantwortlich. Die aktuellen Vorschriften können bei den Mitgliedern erfragt werden. Jedes Mitglied muss körperlich und geistig so weit fit sein, dass es eine Bootstour auf dem Meer, der Schlei oder der Eider bestreiten kann. Für unsere älteren Angelkollegen können seniorengerechte Angeltouren auf Schlei und Eider oder, bei ruhigem Wetter, auf der Ostsee nach Absprache angeboten werden (wenig Welle und kürzere Dauer). Mitglieder haben das Recht, am Ende des Jahres eine Kostenaufstellung einzusehen. Nach einer Tour wird das Boot von allen Mitfahren gereinigt und sauber hinterlassen.
Das Boot fährt mit max. 5 Personen zum Angeln. Eine Ausnahme besteht, wenn 6 Mitglieder sich einig sind und die Tour vorher besprochen wurde.


Was ist der Unterschied zwischen der Interessengemeinschaft und dem gewerblichen Anbieter?
Wir fahren mit bestem Wissen und Gewissen auf die See. Für uns steht das Hobby und die Gemeinschaft an Bord im Vordergrund. Wenn wir gut fangen, dann freuen wir uns. Unser Anspruch ist nicht die volle Gefriertruhe, sondern die Freude an der Natur und bei der Heimfahrt ausreichend Fisch für ein gutes Essen. Bei uns ist jedes Mitglied für die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften (Angelscheine, Schonmaße, Schonzeiten, waidgerechter Umgang mit dem Fisch) selbst verantwortlich. Auf den gewerblichen Booten steht der Veranstalter in der Pflicht, das zu kontrollieren, und ist für die Einhaltung der Gesetze verantwortlich. Bootsreinigung wird auf den gewerblichen Booten vom Veranstalter übernommen, das übernehmen die Mitfahrer hier selbst. Bei der IG gibt es bei 50 Mitgliedern im Jahr (aktive und einfache Mitglieder) einen Aufnahmestopp. Bei dieser Mitgliederzahl sind die Kosten von unserem Boot gedeckt. Die begrenzte Mitgliederzahl gewährleistet, dass wir keine Konkurrenz zu den Gewerbetreibenden sind.
Warum eine Interessengemeinschaft und kein Verein?
Vereinsstrukturen sind für dieses Projekt ungeeignet. Ein Verein benötigt mindestens 7 feste Mitglieder. Diese sollten vor Ort wohnen. Wir haben Mitgliedsanfragen aus der ganzen Bundesrepublik. So haben auch Personen, die die nur eine begrenzte Zeit vor Ort sind, die Möglichkeit, schnell und unbürokratisch Mitglied für einen bestimmten Zeitraum zu werden.
Ausfahrten nach Jahreszeit
April, Mai, Mitte September, Oktober, November
Fischart: Hering,Butt, Hornhecht
Juni, Juli, August und Anfang September
Fischart: Butt, Hornhecht, Makrele

Weitere Ziele der Interessengemeinschaft, für die wir stehen
- Rücknahme aller Verbote für Bootsangler in den neuen Ostsee-Naturschutzgebieten.
- Fischereiabgabe SH
Verwendung für Zucht (Bruthäuser, Teichanlagen) und Aussatz von bestimmten Fischarten (Karpfen, Mefo, Zander, Hecht, Schleie, Lachs, Dorsch, Steinbutt, Aal). Aktuell wird die Fischereiabgabe zweckentfremdet zur Finanzierung fragwürdiger Projekte verwendet, und ein Großteil der Abgabe geht in der Bürokratie unter.
- Keine Verwendung der Fischereiabgabe SH zur Finanzierung von Bürokratie, behördlichen Strukturen, administrativen Zwecken, Messen, oder Studien (Kormorane).
Die IG setzt sich für eine einfache, preiswerte und unkomplizierte digitale Lösung zur Ausstellung aller Fischereiabgaben nach dänischem Vorbild in SH ein. Ausstellung der Fischereiabgabe bei allen Ämtern und Touristenbüros in SH ohne Ausstellungsgebühr. Sollte das Land SH nicht gewillt sein, diese Vorgaben zu vereinfachen, dann darf die Fischereiabgabe an Nord und Ostsee wie vor 2012 nicht erhoben werden. Das aktuelle chaotische System ist für den Angler/Touristen zu kompliziert, zu kundenunfreundlich und gleichzeitig katastrophal für die Gemeinden, die bislang vom Angeltourismus profitiert haben.
- Reduzierung der Kormoranpopulation in SH um 90 %
Um die Schäden des Kormorans auszugleichen, soll das Land SH einen Entschädigungsfond einrichten. Zu zahlen an Fischer, Gewässerunterhalter, Angelvereine oder Teichwirte (wie beim Wolfsmanagement). Wenn das Land SH keine Kormoranreduzierung möchte, soll es für jeden Kormoran 900 € in einen Entschädigungsfond zahlen. Wenn das Land SH nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügt, sollten diese Kosten vom NABU oder vom BUND übernommen werden. Umweltschutz endet nicht an der Wasseroberfläche.
- Flüsse, in denen Mefo- oder Lachsprojekte (Laichgewässer) laufen, sind von Kormoranen, Fischotter und Bieber freizuhalten.